Abendanlass –
Besuch PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG am 16.02.2026 haben sich 27 Rotarier:innen
getroffen.
Begleitpersonen:
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13
Geburtstage:
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29.02.1952 Tschirren Walter
•
06.03.1972 Reusser Rolf
•
12.03.1964 Joerg Petra
•
15.03.1978 von Allmen Bruno
•
18.03.1956 Brazerol René
Wir möchten den
Jubilaren herzlich zu ihren Geburtstagen gratulieren und ihnen alles erdenklich
Gute wünschen.
Bericht
Abendanlass
– Besuch PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG
Referate
zur anstehenden Fusion und zur mentalen Gesundheit der nachkommenden
Generationen
Am
Montagabend durften wir im Rahmen eines besonderen Abendanlasses Vertreterinnen
und Vertreter des Psychiatriezentrums Münsingen AG (PZM) begrüssen. Der Anlass
verband zwei Themen von hoher gesellschaftlicher Relevanz: die strategische
Weiterentwicklung der Institution im Rahmen einer anstehenden Fusion sowie die
aktuelle Situation der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
Strategische
Ausrichtung und Fusion
Im
ersten Teil des Referats wurde die geplante Fusion erläutert. Ziel dieser
strukturellen Weiterentwicklung ist es, Synergien zu schaffen, Ressourcen
gezielter einzusetzen und die psychiatrische Versorgung im Kanton langfristig
zu sichern und zu stärken.
Deutlich
wurde dabei: Die Anforderungen an die psychiatrische Versorgung steigen
kontinuierlich – sowohl hinsichtlich der Fallzahlen als auch der Komplexität
der Krankheitsbilder. Eine vorausschauende Spitalplanung ist daher
unerlässlich.
Mentale
Gesundheit junger Menschen – eine globale Herausforderung
Der
zweite Teil des Abends widmete sich der psychischen Gesundheit der jungen
Generation.
Internationale
Studien, unter anderem die Lancet Commission on Youth Mental Health (2024),
zeigen eine deutliche Verschlechterung der psychischen Gesundheit von
Jugendlichen in den letzten zwei Jahrzehnten. Besonders seit der
COVID-19-Pandemie wurden signifikante Zunahmen bei Angststörungen, Depressionen
und Essstörungen beobachtet. Mehrere Kohortenstudien berichten Anstiege
psychiatrischer Diagnosen zwischen 11 und 37 Prozent über den erwarteten Raten
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Besonders
betroffen sind weibliche Jugendliche im mittleren und späten Jugendalter.
Die
Referierenden ordneten diese Entwicklung in einen grösseren Kontext ein:
Klimawandel, geopolitische Krisen, gesellschaftliche Polarisierung sowie der
zunehmende Einfluss digitaler Medien prägen das Aufwachsen junger Menschen
heute massgeblich.
Die
Rolle sozialer Medien
Ein
differenzierter Blick wurde auf soziale Medien geworfen. Diese wirken
ambivalent:
Belastend
durch sozialen Vergleich, Leistungsdruck, Cybermobbing und Schlafstörungen.
Gleichzeitig entlastend durch soziale Vernetzung, Informationszugang und
niedrigschwellige Unterstützung rotary_krise_def_jm.
Die
Herausforderung besteht nicht in pauschaler Ablehnung, sondern in einer
reflektierten und kompetenten Nutzung.
Situation
in der Schweiz
Auch
für die Schweiz zeigen Studien eine Zunahme psychischer Belastung im
Jugendalter, insbesondere bei Mädchen. Neben depressiven Symptomen werden
emotionale Belastung und geringere Lebenszufriedenheit häufiger berichtet
Gleichzeitig
wurde betont:
Die Mehrheit der Jugendlichen ist nicht klinisch krank. Dennoch gilt ein
signifikanter Anteil als psychisch vulnerabel.
Strukturelle
Schutzfaktoren wie eine stabile Arbeitsmarktlage, vergleichsweise kurze
Schulschliessungen während der Pandemie und geringere unmittelbare Kriegsängste
wirken stabilisierend
Versorgungsrealität
In
der Praxis zeigen sich steigende Wartezeiten für Therapieplätze, zunehmende
stationäre Behandlungen sowie ein akuter Fachkräftemangel in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit
langfristiger struktureller Planung.
Perspektiven
und Verantwortung
Neben
der Analyse wurden auch Lösungsansätze aufgezeigt:
- Förderung von Resilienz und
Selbstregulation
- Stärkung familiärer und sozialer
Schutzfaktoren
- Ausbau ambulanter Angebote
- Evidenzbasierte Planung und
Forschung
- Prävention im Sinne der Positiven
Psychologie – nicht nur Krankheit behandeln, sondern psychisches
Wohlbefinden aktiv fördern
Würdigung
des Abends
Der
Abend war fachlich fundiert, differenziert und zugleich eindrücklich. Er
zeigte, dass psychische Gesundheit keine Randthematik ist, sondern eine
zentrale gesellschaftliche Aufgabe.
Für
uns als Rotarier bedeutet dies, Verantwortung generationenübergreifend zu
denken – mit Weitsicht, Empathie und strukturellem Engagement.
Wir
danken den Referierenden des PZM herzlich für ihre Offenheit, die Klarheit der
Ausführungen und den wichtigen Impuls für unsere weitere Reflexion.
Wenn
du möchtest, kann ich dir zusätzlich noch eine Version für das
Rotary-Jahresheft mit leicht verdichteter Struktur erstellen oder eine Variante
mit stärkerem regionalem Bezug (Kanton Bern / Münsingen).
Agenda
Veranstaltungen
•
26.02.2026
Kegeln (An-Abmeldung nur für Mitglieder Kegelclub)
•
02.03.2026
Lunch mit Apéro - Der Wert von Menschen in einer KI-geprägten Wirtschaft
•
04.03.2026
Early-Coffee
•
05.03.2026
Kegeln (An-Abmeldung nur für Mitglieder Kegelclub)
•
09.03.2026
Rotary Höck
•
12.03.2026
Kegeln (An-Abmeldung nur für Mitglieder Kegelclub)
•
16.03.2026
Vorstandssitzung 25/26
•
16.03.2026
Lunch mit Apéro - Zwischen Büro und Startlinie: Die Balance zwischen
Vollzeitjob und Triathlon-Karriere
•
23.03.2026
Vortragslunch - Eveline Salzmann - Sicheres Thun - starker Standort
•
30.03.2026
Abendanlass mit Stephan Siegrist - Zwischen Risiko und Verantwortung: was wir
vom Berg fürs Leben lernen
•
01.04.2026
Early-Coffee